Fachinfo

Antibiotika-Resistenzen:

Das Potenzial der Komplementärmedizin nutzen

 

Die Verwendung von Heil- und Gewürzpflanzen zur Behandlung von Erkrankungen und zur Unterstützung von Heilungsprozessen stellt die älteste Therapieform überhaupt dar. In allen menschlichen Kulturen werden Heilpflanzen seit Jahrhunderten bei Mensch und Tier zu Heilzwecken und zur Erhaltung der Gesundheit eingesetzt.

Vor der Entwicklung moderner chemischer Medikamente gehörten pflanzliche Arzneimittel in jede Hausapotheke. Dies galt nicht nur für die Humanmedizin, sondern auch für die Veterinärmedizin. Die traditionelle Verwendung der Heilpflanzen zur Behandlung von Erkrankungen bei Heim- und Nutztieren wird in verschiedenen alten Kräuterbüchern ausführlich dokumentiert. Diese richteten sich sowohl an den Tierarzt als auch an den Landwirt und andere Tierbesitzer direkt. Die ausführlichen Beschreibungen der Erkrankungen und die Rezepturen mit verschiedenen Heilpflanzen dienten wohl häufig als Nachschlagwerk für die Behandlung durch den Tierbesitzer.

 

Die Erkenntnisse zur Verwendung einer bestimmten Pflanze beruhten in erster Linie auf Anwendungsbeobachtungen. Heute dient dieses jahrhundertealte, traditionelle Wissen als Grundlage zur Entwicklung moderner pflanzlicher Präparate. Diese sollten heutzutage, in Bezug auf das verwendete Pflanzenmaterial und auch die Sicherheit und Unbedenklichkeit in der Anwendung, höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden.

Die moderne Anwendung von Heilpflanzen basiert im Grunde auf der klassischen Schulmedizin und stellt keine gesonderte medizinische Theorie oder Heilkunde dar, wie z.B. die traditionelle chinesische Medizin oder Homöopathie. Diese zuletzt erwähnten Heilmethoden beinhalten ein anderes Verständnis der Mechanismen und Grundlagen, die für Gesundheit und Krankheit zuständig sind.

 

Die Anwendung von Heilpflanzen ist in erster Linie als komplementäre Behandlungsmethode in der klassischen Schulmedizin und als Futterergänzung zu verstehen. Im Gegensatz zur Humanmedizin, in der Heilpflanzen in den letzten Jahrzehnten basierend auf wissenschaftliche Untersuchungen wieder vermehrt Eingang in die Arzneimitteltherapie fanden, sind im Veterinärbereich weniger wissenschaftliche Daten und Dokumentationen zur Wirkung und Dosierung von Heilpflanzen und Heilpflanzenzubereitungen aus neuerer Zeit bekannt.

 

Die meiste Literatur beruht auf traditionellen Schriften.

Literaturbeispiele: „Teedrogen u. Phytopharmaka“ von Prof. Dr. Max Wichtl oder „Die Behandlung von Krankheiten mit Pflanzenessenzen“ von Dr. J. Valnet, P Kart Verlag.

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